Definition
Ein System der vergleichenden Fahrlässigkeit, das die Erstattung des Klägers um dessen Verschuldensanteil reduziert, jedoch die Erstattung verweigert, wenn der Anteil des Klägers einen gesetzlichen oder richterlich festgelegten Schwellenwert (häufig 50 % oder 51 %) erreicht oder überschreitet.

Prinzip

Prinzip
Eine Schwellenbedingung begrenzt die proportionale Erstattung: Ist das Klägerverschulden < Schwelle, werden Schäden proportional reduziert; ist das Klägerverschulden ≥ Schwelle, wird die Erstattung versagt (Schwellenwerte variieren).

Demonstration

Demonstration
Wenn eine Rechtsordnung eine Sperre bei 50 % vorsieht, erhält ein Kläger, der zu 49 % schuldhaft ist, bei Schadensersatzansprüchen von 100.000 $ 51.000 $ (Beklagter 51 %), während bei 50 % Klägerverschulden die Erstattung typischerweise ausgeschlossen ist.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Das Nichtanwenden des korrekten gesetzlichen Schwellenwerts oder das Zulassen von Erstattungen, wenn das Klägerverschulden den juristischen Grenzwert erreicht oder übersteigt, ist eine Fehlanwendung; ebenso ist die Annahme, alle modifizierten Systeme hätten denselben Schwellenwert, unrichtig.

Konsequenz

Konsequenz
Modifizierte vergleichende Fahrlässigkeit balanciert Zugang zur Erstattung mit politischen Bedenken gegenüber stark schuldhaften Klägern, schreckt nachlässiges Klägerverhalten ab und bewahrt proportionale Ansprüche für weniger verschuldete Kläger.

Umkehrung

Umkehrung
Der reine Ansatz entfernt den Schwellenwert und erlaubt Erstattung unabhängig vom Klägerverschulden; der kontributive Ansatz entfernt die proportionale Reduktion und schließt Erstattungen bei jeder Klägerfehlleistung aus.

Abgrenzung

Abgrenzung
Gilt nur dort, wo Gesetze oder Präzedenzfälle einen spezifischen Schwellenwert festlegen; sie regelt nicht einheitlich die Behandlung mehrerer Schädiger oder die Wechselwirkung mit Strafschadensersatz, sofern nicht ausdrücklich bestimmt.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Es besteht Spannung zwischen gerechter Verteilung und durchsetzbaren klaren Regeln: Modifizierte Systeme erzeugen oft einen scharfen Cut-off, der mit Proportionalitätsgrundsätzen kollidieren kann.

Synthese

Synthese
Modifizierte vergleichende Fahrlässigkeit ist ein Mittelding: Proportionale Reduktionen gelten bis zu einem gesetzlich oder richterlich festgelegten Schwellenwert, danach wird die Erstattung verweigert, um politische Erwägungen gegen die Entschädigung stark schuldhafter Kläger zu berücksichtigen.