Definition
Ein Resulting Trust ist eine equity-basierte Verpflichtung, die kraft Gesetzes entsteht, wenn das Equity annimmt, dass das begünstigende Recht an einer Sache beim Übertragenden oder einer anderen Partei verbleibt oder zu ihr zurückkehrt, weil die geäußerten Absichten der Parteien das begünstigende Eigentum nicht geregelt haben oder weil Zahlungs- und Eigentumsverhältnisse auseinanderfallen.
Prinzip
Prinzip
Das leitende Prinzip ist eine Vermutung impliziter Absicht: Wo keine ausdrückliche Verfügung des Begünstigten besteht oder eine Übertragung ganz oder teilweise fehlschlägt, nimmt das Equity an, dass das begünstigende Eigentum demjenigen zufällt, der den Wert erbracht hat, sofern nicht das Gegenteil bewiesen wird.
Demonstration
Demonstration
Eine Person zahlt den Kaufpreis für ein Grundstück, lässt den Titel aber auf den Namen eines anderen eintragen; das Gericht ordnet einen purchase-money resulting trust an, sodass der Zahler den begünstigenden Anteil behält und das Vermögen zurückfordern oder verfolgen kann.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Einen Resulting Trust geltend machen, obwohl klare Anzeichen für eine beabsichtigte Schenkung vorliegen, oder Resulting Trusts mit Constructive Trusts verwechseln, die aus rechtswidrigem Verhalten und nicht aus Vermutungen über die Absicht entstehen.
Konsequenz
Konsequenz
Ein Resulting Trust begründet ein equity-basiertes begünstigendes Interesse, das Ansprüche auf Rückgabe des Vermögens, Verfolgung (Tracing) oder eine equitable Belastung stützen kann und so die ungerechtfertigte Beibehaltung durch den Inhaber des rechtlichen Titels verhindert.
Umkehrung
Umkehrung
Gegenteilige Ergebnisse sind ein durch klare Worte des Settlors begründeter ausdrücklicher Trust oder ein von Gerichten auferlegter Constructive Trust zur Abhilfe bei Betrug — beides verteilt das begünstigende Eigentum aus anderen Gründen als ein vermutungsbasiertes Resulting Trust.
Abgrenzung
Abgrenzung
Gilt, wenn keine gegenteilige Absicht nachgewiesen ist und falls gesetzliche Regelungen oder öffentlich-rechtliche Erwägungen kein anderes Ergebnis vorschreiben; manche Rechtsordnungen beschränken oder beseitigen bestimmte Vermutungen des Resulting Trusts, und die Doktrin greift nicht, wenn Gegenleistung oder Schenkungswille festgestellt sind.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Eine wesentliche Spannung besteht zwischen Resulting Trusts (vermutungs- und intendenzbasiert) und Constructive Trusts (abhilfebasiert und deliktorientiert): Beide können zu equity-Titeln führen, beruhen jedoch auf unterschiedlichen rechtlichen Begründungen.
Synthese
Synthese
Der Resulting Trust ist ein implizites equity-Instrument, das das begünstigende Eigentum wiederherstellt oder anerkennt, wenn eine ausdrückliche Zuwendung fehlschlägt oder Zahlung und Titel auseinanderfallen; er dient der Abwehr ungerechtfertigter Bereicherung, wobei seine Anwendbarkeit und die zugrundeliegenden Vermutungen je nach Rechtsordnung variieren.